Helgoland – Teil 2

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Vorweg möchte ich mich bei meinen treuen Besuchern und Followern für die lange Wartezeit auf diesen Artikel entschuldigen. Viel Arbeit und sehr wenig Zeit für die Fotografie und die Pflege meines Internetauftritts in den letzten Monaten, waren der Grund für die nicht Aktualisierung meiner Seite.

Aber jetzt……

Wie schon in Teil 1 angekündigt widme ich mich jetzt den auf Helgoland vertretenen Kegelrobben und Seehunden. Um diese wunderbaren Tiere beobachten und fotografieren zu können, muß man mit den kleinen Tagesfähren (Hin,- und Rückfahrt 5€) auf die insel Düne fahren. Die Überfahrt dauert nur 5-7 min. Dort angekommen steht die erste Entscheidung an: links herum, erster Halt Kegelrobben, oder rechts herum, erstens zu den Seehunden. Ich bevorzugte immer die Variante im Uhrzeigersinn 😉 Nach nur ca 10 min Fußmarsch durch den Dünensand ist man auch schon bei der ersten Gruppe Kegelrobben angekommen. Bei meinem Besuch am ersten Tag waren hier ca 50 Tiere vor Ort.

2U4A3363-10002U4A7275-1000Also Stativ auf Bodenniveau gebracht, und die ersten Bilder wandern auf die Speicherkarte. Es lohnt auf jeden Fall die Robben genau zu beobachten (sollte man in der Naturfotografie ja sowieso immer machen ), dann kann man recht schnell interessante Verhaltensweisen vorhersehen und ablichten. Zugegeben sind die Kegelrobben jetzt nicht wirklich Garanten für Actionfotos, denn meistens liegen sie faul zusammengedrängt in Gruppen, und dösen vor sich hin.

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Es kam mir aber so vor, als würden sie sich dann und wann vor lauter Langeweile einen Artgenossen herauspicken, und scheinbar grundlos attackieren. Da gab es dann kleinere Auseinandersetzungen mit dem Nachbarn, die aber doch sehr schnell wieder vorbei waren. Übrigens ist es gar nicht so einfach schöne Szenen mit einzelnen Freigestellten Tieren zu erhaschen. Liegen keine Tiere abgesondert von der Menge, versucht man halt closeups und Detailaufnahmen.

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Wandert man dann weiter der Düne entlang, gelangt man zu einem Kies Abschnitt der Insel. Hier liegen vereinzelt Robben und auch Seehunde verstreut. Da hat man gute Chancen einzelne Tiere zu Beobachten. Ich hab mich des öfteren dabei ertappt, diesen niedlichen, tolpatschigen Geschöpfe einfach nur zu bestaunen und einfach diese ruhige Stimmung zu genießen. Dabei kann man schon mal aufs fotografieren vergessen 😉

Trotzdem gelangen mir auch hier einige Aufnahmen 😉

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Nun ging es weiter zum nächsten Sandstrand. Hier habe ich vorwiegend Seehunde angetroffen. Diese Gruppe bestand ebenfalls aus ca. 40-50 Tieren. Das selbe Schema: faul herumliegen, manchmal einen Blick riskieren ob der Typ mit dem großen Auge nicht zu nah auf die Pelle rückt, Zank mit dem Nachbarn usw. Übrigens, mit dem 500er am Vollformat braucht man nicht weiter als ca. 40 m an die Tiere heran.

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Diese Distanz ist für beide Seiten (Fotograf / Model) mehr als akzeptabel, da wird man auch nicht mal eines Blickes gewürdigt 😉 Theoretisch könnte man wahrscheinlich bis ungefähr 10 m an die Gruppe heranrobben. Da bemerkt man dann schon etwas Unruhe, und die Seehunde werden aufmerksam. Sollten die Tiere näher Richtung Düne liegen, sprich zwischen Wasser und Seehundgruppe ist eine größere Distanz frei, sollte man keinesfalls diese Zone Betreten, also den Tieren die Rückzugsmöglichkeit zum Wasser versperren. Leider konnte ich Leute beobachten die sich bis 5m an die Tiere heranpirschten, was zur Folge hatte, daß die ganze Gruppe fluchtartig ins Wasser robbte. Also Nahaufnahmen mit Kompaktkammeras sollte man besser lassen……..

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Bei meinen Besuchen auf der Düne war das nun auch die letzte Gruppe an Robben / Seehunden auf meiner Rundwanderung. Nach einem weiteren 10 min. Marsch ist man auch wieder am Anlegeplatz der Fähre angelangt. Insgesamt dauert eine Umrundung der Düne ca 1h. Ich schaffte an einem Tag gerade mal eine 😉 Zu interessant sind diese knuffigen Geschöpfe wo man gerne Stunden verbringt. Zwischen den Robben und Seehund Gruppen gibt es dann ja auch noch viele interessante Vogelarten zu entdecken, aber das steht in Teil 1.

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Ich hoffe dieser kleine Ausflug auf Helgolands Düne hat euch gefallen, und über ein kleines Feedback würde ich mich sehr freuen!

Bis zum nächsten Blog !